Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Film] Horrorctober #6 - (The) Shining ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.


Ich vergebe ja nicht so häufig 5 Sterne. Das liegt ganz einfach daran, dass ich finde, dass 5 von 5 Sternen für mich immer nur dann infrage kommen, wenn mich ein Film einfach komplett überzeugt hat und ich überhaupt nichts daran kritisieren kann. Ein solcher Film haut mich dann ganz einfach um, er übertrifft meine Erwartungen. Das ist dann immer ein tolles Erlebnis :D Bei „Shining“ war das der Fall. ( - wobei - hätte ich mir mal die Bewertungen auf Letterboxd angesehen, hätte man so etwas schon erwarten können ^^)

Der Inhalt:

Jack Torrance (gespielt von Jack Nicholson) ist auf der Suche nach einem neuen Job und landet schlussendlich im Overlook-Hotel in Colorado. Er hat die Möglichkeit, mit seiner Familie den Winter über das Hotel zu „hüten“ und dabei zugleich gutes Geld zu verdienen. Bei dem Bewerbungsgespräch muss der Hotelmanager jedoch ein Zugeständnis machen: er weist Jack darauf hin, dass in dem Hotel schon einmal eine Familie den Winter über verbracht hat und dass der Vater der Familie, womöglich aufgrund der Abgeschiedenheit und Einsamkeit, durchgedreht ist und in dessen Folge sowohl seine Familie als auch sich selbst getötet hat. Dennoch wird Jack von der Geschichte nicht abgeschreckt und nimmt die Möglichkeit wahr. Seine Frau und sein Sohn kommen später nach und es zeigt sich, dass die schrecklichen Ereignisse von damals das Hotel noch heute beherrschen. Die Geister von früher spuken noch immer und sie werden alles versuchen, um von der Familie Besitz zu erlangen…

Meine Rezension:

Ein wirklich, WIRKLICH toller Film und damit zugleich vielleicht auch DIE positive Überraschung in meinem #Horrorctober. Ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich mit meiner Lobeshymne anfangen soll 😄 Zuerst einmal mochte ich die Schauspieler in „Shining“, allen voran natürlich Jack Nicholson, der hier sicherlich eine seiner grandiosesten Leistungen abgeliefert hat, wobei er meiner Meinung nach immer sehr gut, wenn auch speziell spielt (siehe auch: „Die Wutprobe“ - ich selbst habe beim Schauen so eine Abneigung gegen die Figur entwickelt, so ein Gefühl kann nur ein wirklich guter Schauspieler in einem auslösen ^^). Die Kulissen waren wirklich bezaubernd und haben damit gleichzeitig einen schönen Kontrast zu der eigentlich unschönen Geschichte, die dort passiert sein soll. Allgemein fand ich es bewundernswert, auf wie viele kleine Details in dem Film geachtet wurde, genau das macht ihn zu so etwas Besonderem. Natürlich mochte ich auch die Story an sich, die auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Stephen King (dem Meister unter den Gruselgeschichtenerzählern!) basiert und dementsprechend bereits ein Erfolgskriterium erfüllte. Mir gefielen einfach bestimmte Ideen, wie die Tatsache, dass der kleine Sohn von Jack Stimmen hört und mit seinem Finger spricht, als wäre dieser eine eigene Person und lebendig. Da läuft einem schon ein Schauer über den Rücken. Oder das Labyrinth, das einem zwar ein Versteck bieten kann, gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass man den Aufenthaltsort des „Gegners“ nicht mehr ausmachen kann. Auch die Kameraarbeit in diesem Film gefiel mir außerordentlich gut, denn sie unterstützt nochmals alle zuvor genannten Aspekte, insbesondere die Geschichte und die einzelnen Charaktere. So folgen wir beispielsweise Danny (der Sohn von Jack), wie er mit seinem Dreirad über den bunt gemusterten Teppich des Hotels fährt und immer wieder abbiegt. Dabei sehen wir bis auf Danny von hinten genau das, was er auch sehen würde und das sorgt dafür, das man sich unheimlich gut in die Perspektive und damit auch gleichzeitig etwas mehr in das Denken und Handeln dieses Kindes hineindenken kann. Man merkt, wie klein und beschränkt sein Blickfeld ist und die langen, verzweigten Flure des Overlook-Hotels wirken plötzlich selbst wie ein Labyrinth. Auch andere Szenen schießen mir hier beim Schreiben wieder in den Kopf, bei denen insbesondere andere Perspektiven und Blickwinkel eingenommen werden, um es dem Zuschauer leichter zu machen, mitzufühlen. Letzten Endes denke ich, dass es sicherlich besonders von Stanley Kubrick eine große Leistung ist, alle diese Elemente in einem Film zu vereinigen. „Shining“ stammt aus dem Jahr 1980, doch ich muss mit allergrößter Überzeugung sagen, dass er (wenn es nach mir ginge) unverändert auch heute noch so ins Kino kommen könnte und dass die Wirkung des Films in den knapp 35 Jahren kein Stück nachgelassen hat.

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.


Meine Bewertung:

„Shining“ ist mit Sicherheit ein Film, der es auf meine Liste der Lieblings-Horrorfilme schaffen wird und mich an dieser Stelle auch von dem ganzen Genre wieder ein bisschen mehr überzeugt hat. Demnach kann ich diesen Film wirklich nur jedem empfehlen, egal ob Horrorfanatiker oder eben nicht. Schaut ihn euch an! 😊

(5 von 5 Sternen)

Interessantes:
> Trailer
> im Stream: zurzeit in keiner Flatrate, bei iTunes für 1,99€ mieten (SD)
> Wikipedia
> Letterboxd


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