Montag, 31. Oktober 2016

[Overview] Oktober 2016


Der Oktober - Mann, war das ein Monat! 😂

[Film] Gesehen:

© cinecouch.net. All rights reserved.

Für den Horrorctober habe ich 13 Horrorfilme gesehen, und zwar folgende:

> Psycho (1960) - ⭐️⭐️⭐️⭐️
> Blair Witch Project (1999) - ⭐️⭐️⭐️⭐️
> Misery (1990) - ⭐️⭐️⭐️
> Poltergeist (1982) - ⭐️⭐️
> Die Vögel (1963) - ⭐️⭐️⭐️
> The Shining (1980) - ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
> Der weiße Hai (1975) - ⭐️⭐️⭐️⭐️
> Der kleine Horrorladen / Little Shop of Horrors (1986) - ⭐️⭐️
> Videodrome (1983) - ⭐️
> From Dusk Till Dawn (1996) - ⭐️⭐️⭐️⭐️
> The Fly (1986) - ⭐️⭐️
> Cube (1997) - ⭐️⭐️⭐️
> The Fog - Im Nebel des Grauens (1980) - ⭐️⭐️⭐️⭐️
(Filme #7 bis #13 hier)

Meine genaue Rangliste gibts hier, ihr könnt mir aber auch direkt auf Letterboxd folgen, um immer zeitnah mitzubekommen, was ich so sehe.

Neben dem Horrorctober habe ich es aber tatsächlich geschafft, noch 6 weitere Filme zuhause zu sehen:

> Leon und die magischen Worte (2009) - ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kommentar:

„Leon und die magischen Worte“ ist ein wirklich schöner und niedlich erzählter Kinderfilm, den jedoch ebenfalls auch Erwachsene (mit-)sehen können.

> Mann tut was Mann kann (2012) - ⭐️⭐️
© NFP. All rights reserved.


Kommentar:

Diesen Film habe ich schon öfters gesehen, hatte aber einfach mal wieder Lust drauf. An sich sehr angenehmer Film, jedoch letzten Endes doch sehr belanglos und etwas zu positiv.


> iGenius (2011) - ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kommentar:

Ich liebe im Allgemeinen Dokumentationen über Steve Jobs, da ich ihn einfach sehr inspirierend finde. Vielleicht blieb daher die Objektivität in meiner Bewertung etwas auf der Strecke 😁.

> Taffe Mädels (2013) - ⭐️⭐️
© 2013 - Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Kommentar: 

Ähnlich wie bei „Mann tut was Mann kann“ fand ich auch diese Zweitsichtung an sich nicht schlecht, aber es handelt sich ganz einfach nicht um einen überragenden Film. Melissa McCarthy ist nett, aber wir kennen sie inzwischen. Auch einige Gags funktionieren leider schon beim zweiten Mal nicht mehr richtig. Dennoch unterhaltsame und leichte Kost.

> Julie & Julia (2009) - ⭐️⭐️⭐️
© 2009 - Sony Pictures Releasing France. All rights reserved.

Kommentar:

„Julie & Julia“ habe ich tatsächlich zum ersten Mal gesehen. Ich mochte den Film im Großen und Ganzen, er war jetzt auch nicht so besonders, aber die Schauspieler haben ihre Charaktere sehr detailreich ausgespielt, daher machte es Spaß, ihnen dabei zuzuschauen.

> Ein Jahr vogelfrei! (2011) - ⭐️⭐️⭐️
© 2010 - Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Kommentar:

Auch wenn sowohl Owen Wilson, als auch Steve Martin und Jack Black für mich eher bedingt lustig sind, um nicht zu sagen „amerikanisch lustig“ 🙈, fand ich diesen Film trotzdem ganz spannend. Ich mochte die Idee des „Birding“, also des „Vogelsammelns“ wenn man so will, sehr und besonders die reinen Naturszenen gefielen mir. 


[Kino]:

Zusätzlich habe ich mir im Oktober auch noch „Nerve“ im Kino angesehen.

> „Nerve“ (2016)  - ⭐️⭐️⭐️
© 2016 - Studiocanal GmbH / Niko Tavernise. All rights reserved.

Kommentar:

Ich konnte mich leider partout nicht zwischen 3 und 4 Sternen entscheiden. 3 werden dem eigentlich nicht ganz gerecht, aber 4 wären dann doch wieder zu viel. Aber ich mache ja bekanntlich keine halben Sachen… 😄 Also insgesamt kann ich es schon empfehlen, diesen Film zu sehen, er ist im wahrsten Sinne des Wortes NERVEnzerreißend :D Die unterschiedlichsten Challenges machten mir als Zuschauer viel Spaß, aber man merkt halt eben auch, wie schnell ein solcher Spaß in Gefahr umschlagen kann. Leider war das Ende so sehr vorhersehbar, dass es den ganzen Film und alles, was dieser aufgebaut hat, wieder ein wenig zerstörte. Ich hätte mir irgendwie tatsächlich ein radikaleres Ende ohne diesen Twist gewünscht. Aber ok. 😂 Dennoch 3 von 5 Sternen. 

[Serie] Gesehen:


Natürlich keine! 20 Filme reichen aber auch! 😄

[Buch]: Gelesen:


> Homo Faber - ⭐️⭐️⭐️

Nach ungefähr 3 Monaten habe ich dann auch den Roman „Homo Faber“ beendet. 🎉 Es handelt sich dabei sicherlich nicht um leichte Lektüre, aber wichtig ist sie schon und auch gut geschrieben. „Homo Faber“ ist meiner Meinung nach sogar dramatischer als Romeo und Julia, also schon eine beeindruckende Story. Den Film habe ich noch nicht gesehen, aber der soll glaube ich auch nicht so gut sein.

Sonntag, 30. Oktober 2016

[Film] #Horrorctober Filme #7 bis #13

Endlich habe ich es geschafft! Ich bin sehr stolz darauf, dass ich tatsächlich 13 Horrorfilme in einem Monat gesehen habe. Sicherlich hat nicht alles hundertprozentig so geklappt, wie ich es mir gewünscht hätte, aber ich bin doch froh, dass ich zumindest das erforderte Kontingent an Filmen abhakt und dabei sogar die Hälfte davon komplett auf meinem Blog rezensiert habe. Da nun aber vor kurzem wieder die Uni begann und ich mich „so ganz nebenbei“ 😉 auch noch anderen Dingen widmen musste, konnte ich den Rest der Filme hier nun nicht mehr im Einzelnen besprechen. Daher folgt hier nun leider nur eine kurze Übersicht der zweiten Hälfte meines Horrorctobers und wenn ihr euch ein ausführlicheres Statement wünscht, dann kommentiert doch einfach direkt unter diesem Post, was euch zu meiner Einschätzung noch interessieren würde. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

> Horrorctober #7: Der Weiße Hai (1975) - ⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1975 - Universal Pictures. All rights reserved.


Kommentar:

Der weiße Hai hat mir auch nach all den Jahren noch sehr gut gefallen. Der Film begeisterte mich mit tollen Szenen und Dialogen, die sehr interessant arrangiert wurden. Er wirkte insgesamt sehr realistisch und man fühlt sehr mit den Charakteren mit, fragt sich, wie man selbst reagieren würde, wäre man in deren Situation. Sehr lange wird das gefürchtete Wesen (es sollte wohl keine Überraschung sein, dass es sich hierbei um einen Hai handelt) nicht gezeigt, doch man fürchtet sich dadurch nur umso mehr. Außerdem sieht man die „Opfer“ zum Teil auch aus der Perspektive des Hais, was die Spannung noch um einiges erhöht. Selbst zum Ende hin, wenn der Hai, oder genauer gesagt die haiähnliche Plastik-Atrappe, genauer sieht, verschlechtert dies den Film nicht wesentlich, da alles drumherum und insbesondere die Schauspieler erstaunlich authentisch sind.

(4 von 5 Sternen)

> Horrorctober #8: Little Shop of Horrors (1986) - ⭐️⭐️

© 1986 - WB. All rights reserved.


Kommentar:

Zugegeben, ich hätte mich vor dem Zusammenstellen meiner Horrorctober-Liste durchaus ein bisschen mehr über die zu schauenden Filme informieren können. Nachdem viele Filme schon feststanden, habe ich mir auch ein paar einfach intuitiv ausgewählt. Bei „Little Shop of Horrors“ gefiel mir ganz einfach das Cover sehr gut und war eingestellt auf einen coolen 80er Horrorstreifen mit einer fleischfressenden Pflanze. Meine Erwartungen diesbezüglich wurden nur teilweise erfüllt. Denn in Wahrheit handelt es sich bei „Little Shop of Horrors“ um ein Horror-Musical und das war wiederum so gar nicht nach meinem Geschmack. Da ich den Film zusammen mit einer Freundin gesehen habe, hatten wir zwar unseren Spaß beim Schauen und wurden auch gut unterhalten, aber letzten Endes war da trotzdem nicht viel mehr Positives drüber zu sagen. Daher konnte ich dem Film leider nur 2 von 5 Sternen geben.

> Horrorctober #9: Videodrome (1983) - ⭐️


Kommentar:

Auch bei „Videodrome“ sprach mich besonders das Cover an. Leider habe ich den Film glaube ich überhaupt nicht verstanden. Ich fand ihn einfach nur verwirrend und komisch und wie ich innerhalb des Horrorctobers feststellen durfte, ist Cronenbergs Horrorstil rein gar nichts für mich. Aber dazu kommen wir dann bei „The Fly“ gleich nochmal.

(1 von 5 Sternen)

> Horrorctober #10: From Dusk Till Dawn (1996) - ⭐️⭐️⭐️⭐️


Kommentar:

„From Dusk Till Dawn“ habe ich aufgrund der Empfehlung meines Vaters gesehen und muss sagen, dass auch mir der Film sehr gut gefiel. An erster Stelle wären da natürlich Schauspieler wie George Clooney und Quentin Tarantino zu nennen, letzterer hatte übrigens auch beim Drehbuch seine Hände im Spiel. Doch auch die kleineren Rollen waren großartig besetzt. Der Film vollzieht im Verlauf eine große Wendung und auch die Charaktere machen starke Entwicklungen durch. „From Dusk Till Dawn“ kann ich nur jedem wärmstens empfehlen, ein Horrorfilm, der sich nicht nur an alten Vorbildern orientiert, sondern auch eigenes ausprobiert.

(4 von 5 Sternen)

> Horrorctober #11: The Fly (1986) - ⭐️⭐️


Kommentar:

Hier nun also der zweite Cronenberg-Film, den ich im Rahmen des Horrorctobers gesehen habe. Wieder dieser eigenartigen, absurde und wirklich ekelerregende Horror, mit dem ich persönlich leider so gar nichts anfangen kann. Einen Stern mehr als „Videodrome“ hat dieser von mir nur aus zwei Gründen bekommen: 1. die Geschichte ist nachvollziehbarer und interessanter als die von „Videodrome“  und 2. Goldblums Leistung reißt hier nochmal so einiges raus, der Typ hat echt großes Talent!

(2 von 5 Sternen)

> Horrorctober #12: Cube (1997) - ⭐️⭐️⭐️


Kommentar:

Ursprünglich war geplant, dass ich an dieser Stelle „Tanz der Teufel“ bewerten würde, doch leider kam es diesbezüglich zu Komplikationen und ich entschied mich spontan, einen Film aus meinem Regal herauszuholen und einer Zweitsichtung zu unterziehen. „Cube“ hatte ich schon vor einigen Jahren gesehen und nun wurde es Zeit, die Erinnerung nochmal aufzufrischen. Ich muss sagen, dass ich den Film noch immer sehr gut finde. Durch das Abgeschiedene vom Rest der Welt lernen wir die eingesperrten Menschen sehr gut kennen und können beobachten, was passiert, wenn sich vorher unbekannte Menschen zu einer Gruppe formieren, und das in einer Extremsituation. Wir sehen sowohl Unterstützung als psychologische Probleme und deren Entwicklung, es ist schon fast eine Art Sozialexperiment. Dabei haben die Macher des Films sich bei der Konstellation der Figuren extra Personen ausgewählt, die sowohl eine Lösung als auch der Untergang für die Gruppe bedeuten können. Die Macher spielen mit unterschiedlichsten Ängsten und Gefühlen des Zuschauers, wie beispielsweise Klaustrophobie oder den unterschiedlichen Wirkungen von Farben. Das, was den Film an mancher Stelle so gut macht ist jedoch gleichzeitig das Negative daran: dadurch, das der Film knapp 90 Minuten quasi an ein und demselben Ort spielt ist irgendwann das Potenzial auch ausgeschöpft und man könnte sich schnell langweilen. Für diesen Film ist das noch okay, aber ohne sie gesehen zu haben, könnte ich mir denken, dass Teil 2 und 3 eher überflüssig sind.

(3 von 5 Sternen)

> Horrorctober #13: The Fog - Im Nebel des Grauens (1980) -⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1980 - Twentieth Century Fox. All rights reserved.


Kommentar:

Den Abschluss meines Horrorctobers bildete heute „The Fog - Im Nebel des Grauens“. Meine Mutter hatte den Film damals im Kino gesehen und war sehr begeistert. Auch ich konnte mich heute davon überzeugen, dass der Film vieles richtig macht. Im Gegensatz zu seinem Remake von 2005, bei dem ich noch nicht mal die Zusammenhänge richtig verstanden habe, ist hier alles sehr sinnvoll und gleichzeitig spannungsgeladen inszeniert. Insbesondere die Musik und tatsächlich auch der „Nebel“ selbst unterstreichen diese Wirkung. Auch die Anfangs- sowie die Endszene haben mir äußerst gut gefallen und die schauspielerischen Leistungen waren durchweg solide. Dennoch ist auf meiner Liste der schwächste Film von denjenigen mit 4 von 5 Sternen.


Die vollständige sortierte Liste aller meiner Horrorctober-Filme findet ihr ab jetzt hier :)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Film] Horrorctober #6 - (The) Shining ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.


Ich vergebe ja nicht so häufig 5 Sterne. Das liegt ganz einfach daran, dass ich finde, dass 5 von 5 Sternen für mich immer nur dann infrage kommen, wenn mich ein Film einfach komplett überzeugt hat und ich überhaupt nichts daran kritisieren kann. Ein solcher Film haut mich dann ganz einfach um, er übertrifft meine Erwartungen. Das ist dann immer ein tolles Erlebnis :D Bei „Shining“ war das der Fall. ( - wobei - hätte ich mir mal die Bewertungen auf Letterboxd angesehen, hätte man so etwas schon erwarten können ^^)

Der Inhalt:

Jack Torrance (gespielt von Jack Nicholson) ist auf der Suche nach einem neuen Job und landet schlussendlich im Overlook-Hotel in Colorado. Er hat die Möglichkeit, mit seiner Familie den Winter über das Hotel zu „hüten“ und dabei zugleich gutes Geld zu verdienen. Bei dem Bewerbungsgespräch muss der Hotelmanager jedoch ein Zugeständnis machen: er weist Jack darauf hin, dass in dem Hotel schon einmal eine Familie den Winter über verbracht hat und dass der Vater der Familie, womöglich aufgrund der Abgeschiedenheit und Einsamkeit, durchgedreht ist und in dessen Folge sowohl seine Familie als auch sich selbst getötet hat. Dennoch wird Jack von der Geschichte nicht abgeschreckt und nimmt die Möglichkeit wahr. Seine Frau und sein Sohn kommen später nach und es zeigt sich, dass die schrecklichen Ereignisse von damals das Hotel noch heute beherrschen. Die Geister von früher spuken noch immer und sie werden alles versuchen, um von der Familie Besitz zu erlangen…

Meine Rezension:

Ein wirklich, WIRKLICH toller Film und damit zugleich vielleicht auch DIE positive Überraschung in meinem #Horrorctober. Ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich mit meiner Lobeshymne anfangen soll 😄 Zuerst einmal mochte ich die Schauspieler in „Shining“, allen voran natürlich Jack Nicholson, der hier sicherlich eine seiner grandiosesten Leistungen abgeliefert hat, wobei er meiner Meinung nach immer sehr gut, wenn auch speziell spielt (siehe auch: „Die Wutprobe“ - ich selbst habe beim Schauen so eine Abneigung gegen die Figur entwickelt, so ein Gefühl kann nur ein wirklich guter Schauspieler in einem auslösen ^^). Die Kulissen waren wirklich bezaubernd und haben damit gleichzeitig einen schönen Kontrast zu der eigentlich unschönen Geschichte, die dort passiert sein soll. Allgemein fand ich es bewundernswert, auf wie viele kleine Details in dem Film geachtet wurde, genau das macht ihn zu so etwas Besonderem. Natürlich mochte ich auch die Story an sich, die auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Stephen King (dem Meister unter den Gruselgeschichtenerzählern!) basiert und dementsprechend bereits ein Erfolgskriterium erfüllte. Mir gefielen einfach bestimmte Ideen, wie die Tatsache, dass der kleine Sohn von Jack Stimmen hört und mit seinem Finger spricht, als wäre dieser eine eigene Person und lebendig. Da läuft einem schon ein Schauer über den Rücken. Oder das Labyrinth, das einem zwar ein Versteck bieten kann, gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass man den Aufenthaltsort des „Gegners“ nicht mehr ausmachen kann. Auch die Kameraarbeit in diesem Film gefiel mir außerordentlich gut, denn sie unterstützt nochmals alle zuvor genannten Aspekte, insbesondere die Geschichte und die einzelnen Charaktere. So folgen wir beispielsweise Danny (der Sohn von Jack), wie er mit seinem Dreirad über den bunt gemusterten Teppich des Hotels fährt und immer wieder abbiegt. Dabei sehen wir bis auf Danny von hinten genau das, was er auch sehen würde und das sorgt dafür, das man sich unheimlich gut in die Perspektive und damit auch gleichzeitig etwas mehr in das Denken und Handeln dieses Kindes hineindenken kann. Man merkt, wie klein und beschränkt sein Blickfeld ist und die langen, verzweigten Flure des Overlook-Hotels wirken plötzlich selbst wie ein Labyrinth. Auch andere Szenen schießen mir hier beim Schreiben wieder in den Kopf, bei denen insbesondere andere Perspektiven und Blickwinkel eingenommen werden, um es dem Zuschauer leichter zu machen, mitzufühlen. Letzten Endes denke ich, dass es sicherlich besonders von Stanley Kubrick eine große Leistung ist, alle diese Elemente in einem Film zu vereinigen. „Shining“ stammt aus dem Jahr 1980, doch ich muss mit allergrößter Überzeugung sagen, dass er (wenn es nach mir ginge) unverändert auch heute noch so ins Kino kommen könnte und dass die Wirkung des Films in den knapp 35 Jahren kein Stück nachgelassen hat.

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.

© 1980 - Warner Bros. Entertainment. All rights reserved.


Meine Bewertung:

„Shining“ ist mit Sicherheit ein Film, der es auf meine Liste der Lieblings-Horrorfilme schaffen wird und mich an dieser Stelle auch von dem ganzen Genre wieder ein bisschen mehr überzeugt hat. Demnach kann ich diesen Film wirklich nur jedem empfehlen, egal ob Horrorfanatiker oder eben nicht. Schaut ihn euch an! 😊

(5 von 5 Sternen)

Interessantes:
> Trailer
> im Stream: zurzeit in keiner Flatrate, bei iTunes für 1,99€ mieten (SD)
> Wikipedia
> Letterboxd


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Mittwoch, 19. Oktober 2016

[Film] Horrorctober #5 - Die Vögel ⭐️⭐️⭐️

© Courtesy of AMPAS. All rights reserved.


Kurz nachdem ich „Die Vögel“ sah, konnte ich auf dem Fensterbrett vor dem Wohnzimmer beobachten, wie verschiedene Vögel dort Platz nahmen. Das fand ich schon irgendwie ein bisschen gruselig, sind doch Vögel manchmal ein wenig scheu und kommen nicht so nah an einen heran, auch mit Fensterscheibe. Auch wenn sich später herausstellte, dass die Vögel ganz einfach von einem Stück Pizza angelockt wurden, das von einem meiner freundlich Nachbarn über mir via Balkon entsorgt wurde, so lässt sich doch daran gut erklären, wie und warum „Die Vögel“ als „Horror“-Film ganz gut funktioniert. Denn eigentlich nehmen wir Vögel eher als scheue, oder zumindest sehr friedliche Erdbewohner war, „Die Vögel“ spielt mit dieser Erwartungshaltung und ändert das Wesen der Tiere einmal um 180 Grad. 

Der Inhalt:

Das Geschehen beginnt in einer Vogelhandlung, in der Melanie Daniels und „Mitch“ Brenner aufeinander treffen. Nachdem die beiden nach einem kurzen Gespräch auseinander gehen, beschließt Melanie, Mitch unter einem Vorwand in seiner Wohnung aufzusuchen. Da Mitch sein Wochenende im in dem kleinen Ort Bodega Bay verbringt, reist sie ihm hinterher und sie verbringt das Wochenende zusammen mit Mitch und seiner Familie. Langsam häufen sich die mysteriösen Ereignisse in Form von Vogel-Angriffen und schon bald ist ein ganzer Ort in Aufruhr.

Meine Rezension:

In meiner Einleitung ging ich schon kurz darauf ein, warum „Die Vögel“ durchaus gut in meine Reihe der Horror-Klassiker passt und habe dessen Bedeutung für das Horror-Genre schon in Ansätzen erklärt. Auch wenn ich durchaus der Meinung bin, dass es sich bei „Die Vögel“ durchaus um einen sehr wichtigen und auch guten Film handelt, hat er für mich ganz einfach nicht funktioniert. An erster Stelle wären da die Vögel, ein Thema, was sich durch den ganzen Film zieht und so in dieser Form auch noch nicht vorher verwendet wurde, insbesondere im Bereich Horrorfilme. Nichtsdestoweniger ist die Wirkung heutzutage nicht mehr dieselbe, da die Technik diesbezüglich ganz einfach gealtert ist. Es sieht ganz einfach so aus, als wären diese per Copy+Paste später hinzugefügt ^^ Im Film gibt es aber auch eher ruhige Stelle, die meiner Meinung nach deutlich gruseliger/spannender sind. Nur finde ich, dass Vögel im Allgemeinen überhaupt nicht gruselig sind, selbst wenn dieses Motiv von Hitchcock natürlich ganz mit Absicht gewählt wurde. Beim weißen Hai beispielweise kommen in der Realität ja auch eher selten solche Angriffe auf Menschen vor und dennoch wirkt er auf mich verängstigend und realistischer. 
Ein weiteres Problem, das ich zu Beginn mit Film hatte, war das offene Ende, was mich wirklich gestört hat. Doch ich merkte gleichzeitig, dass „Die Vögel“ mir dadurch nicht aus dem Kopf gingen und ich suchte sehr lange nach einer Begründung, obwohl ich gleichzeitig wusste, dass es keine gab. Im Nachhinein gefiel es mir doch sehr gut, denn dadurch gab es für mich unterschiedliche Enden und Begründungen und meine Fantasie wurde angeregt.
Übrigens frage ich mich auch, ob „Die Vögel“ bei mir im direkt Vergleich zu „Psycho“ deshalb schlechter wegkam, weil er nachkoloriert einfach nicht die gleiche Wirkung hatte wie die Originalversion. Aber ich denke die oben genannten Gründe spielten bei meiner Bewertung durchaus ebenfalls eine Rolle.

Meine Bewertung:

„Die Vögel“ ist (wie natürlich die meisten Hitchcock-Filme 😉) ein Film, den man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte, und sei es nur um darüber Bescheid zu wissen. Ich fand ihn durchaus nicht schlecht, nur darf man halt nicht vergessen, dass er schon um die 50 Jahre auf dem Buckel hat und dementsprechend zum Teil etwas gealtert ist.

(3 von 5 Sternen)

Interessantes:

> im Stream: zurzeit in keiner Flatrate

Wer das mag, mag auch…

Montag, 17. Oktober 2016

[Aktuelles] Media Monday #277

© medienjournal-blog.de. All rights reserved.


Meine Antworten:

1. „Der weiße Hai“ (Jaws) vermittelt ein völlig falsches Bild von Haien, schließlich greifen sie normalerweise nur selten Menschen an. Der Film selbst weist auch auf verschiedene Probleme wie Verschmutzung der Meere oder Hai-Jagd durch „Laien“ hin, hat jedoch leider das Gegenteil ausgelöst (> Rache am Weißen Hai).

2. Ein spannendes Biopic war „Steve Jobs“ für mich nicht, da fand ich „Jobs“ deutlich besser.

3. Stanley Kubrick hätte allein für „Shining“ (The Shining) eine Ehrung verdient, stattdessen gab es eine Nominierung für die Goldene Himbeere.

4. Guilty Pleasure in Serie: Pretty Little Liars schaue ich ja wirklich gerne, obwohl ich die Serie vom Inhalt her ziemlich flach finde. Muss trotzdem wissen, wer A ist. :D

5. Pappa ante Portas ist genau nach meinem Geschmack, immerhin mag ich den Humor von Loriot sehr und könnte mir diesen Film unendlich oft anschauen.

6. Der zweite Teil von „Findet Nemo“ (> Findet Dorie) konnte bei mir leider nicht so gut punkten wie der erste. Aber die Kindheitserinnerungen können vielleicht auch ganz einfach nicht übertroffen werden.

7. Zuletzt habe ich „Der kleine Horrorladen“ (Little Shop of Horrors) gesehen und das war komisch, weil ich einen Horrorfilm und kein Musical erwartet hatte. 🙈


Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Film] Horrorctober #4 - Poltergeist ⭐️⭐️

© 1982 Warner Bros. All rights reserved.


Es ist Donnerstag, der 13. und damit das perfekte Datum, um den nächsten Film aus meinem #Horrorctober zu besprechen: heute soll es um „Poltergeist“ gehen. Dabei handelt es bei meiner Rezension um das Original von 1982, wobei ich durchaus gerne irgendwann noch einmal die Neuverfilmung sehen würde.

© 1982 Warner Bros. All rights reserved.


Der Inhalt:

Der Inhalt des Films ist eigentlich relativ schnell erzählt: Familie Freeling, bestehend aus Mutter und Vater mit 3 Kindern, leben gemeinsam in einem kleinen Haus irgendwo in Kalifornien. Als ihre jüngste Tochter Carol Anne sich eines Nachts zum Fernsehgerät begibt und mit diesem Kontakt aufnimmt und spricht, ahnt noch niemand etwas. Auch weitere skurrile Ereignisse schockieren die Familie zuerst nicht. So freut sich Mutter Diane schon fast, als das Übernatürliche seine Form annimmt. Doch schon bald häufen sich die Geschehnisse und die Familie verliert die Kontrolle. Nachdem Carol Anne verschwindet, suchen sie verzweifelt nach Hilfe und versuchen, endlich eine Erklärung für die geheimnisvollen Phänomene rund um ihr Haus zu finden.

Meine Rezension:

Leider konnte ich mit diesem Film nicht viel anfangen. Es gab vieles, was mich daran störte. An erster Stelle stehen dabei verschiedenen Monster/Poltergeister, die alle mithilfe von CGI kreiert wurden. Leider muss man hierbei sagen, dass die Technik aus dem Film inzwischen sehr stark veraltet ist und dadurch nicht mehr den gewünschte, schockierenden Effekt haben. Im Gegenteil, als die verschieden Helfer und „Geisterjäger“ ihren Auftritt hatten, kam ich nicht umhin, sofort an „Ghostbusters“ (1984 nicht 2016! ^^) zu denken, sodass die Geister in diesem Fall auch schon fast lächerlich wirkten. Außerdem erinnerte ich mich auch gleich an die Neuverfilmung von „The Fog - Nebel des Grauens“, welcher in meinen Augen ebenfalls (unter anderem) unter so grausamer CGI-Wesen leidet, wobei dieser gerade mal 10 Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht habe ich also, was Horrorfilme angeht, auch eine kleine persönliche Abneigung gegen zu viel computeranimierte Figuren. Denn im Allgemeinen habe ich schon das Gefühl, dass Horrorfilme unter Umständen auch nach Jahren noch wirkungsvoll seien können, zuletzt sah ich das bei „The Shining“, welchen ich demnächst hier ausführlicher auseinandernehmen werde :D 
Um aber nun auch nicht zu weit vom eigentlichen Film abzuweichen, kommt hier der zweite Mangel, der für mich zu einer Abwertung von „Poltergeist“ führt. In den meisten Horrorfilmen, die ich bisher gesehen habe, folgt man einem einzelnen Protagonisten bzw. einer kleinen Gruppe, die jeweils detailliert eingeleitet werden. Bei „Poltergeist“ hatte ich hier nicht das Gefühl, mir würde irgendwer vorgestellt werden. Mehr oder weniger kam man ein wenig was vom Charakter der unterschiedlichen Personen am Rande der Erzählung mit, jedoch waren mir die verschiedenen Familienmitglieder zu Ende der Geschichte immer noch größtenteils fremd. Der Film nahm sich leider auch gar nicht die Zeit, den Zuschauern irgendwen vertrauter zu machen, sobald man beispielsweise Carol Anne oder der Mutter eine gewisse Zeit lang folgten, wurden die aus der Geschichte herausgerissen oder man führte neue Charaktere ein, die man wieder nur halbherzig ausschmückte. Da ich zu keiner der Figuren in der Geschichte einen Zugang fand, interessiert mich auch nicht wirklich, was mit ihnen passierte. 
Mein letzter Kritikpunkt ist dieser, dass bestimmte Aspekte des Films sehr konstruiert wirkten: so beispielweise der Grund, warum der Poltergeist existiert und auch am Ende, wenn jeder Protagonist genau zum rechten Zeitpunkt vor dem Haus aufkreuzt. 
Den zweiten Stern habe ich dem Film lediglich wegen Kleinigkeiten gegeben, so machte ich beispielsweise die Szene am Anfang, in der Carol Anne den Fernseher berührt, hier wirkt das Flimmern des Gerätes und damit das grell aufleuchtende Gesicht von Carol Anne schon etwas gruselig, so wie wenn man sich eine Taschenlampe unters Gesicht hält. An sich fand ich auch die Schauspielerin Heather O’Rourke, welche die Rolle der Carol Anne übernahm, wie gemacht für diesen Film. Ihr Gesicht sieht so puppenhaft aus und bei ihr erzeugt die Distanz, die der Zuschauer beim Zusehen empfindet, eine stimmige Atmosphäre.

© 1982 Warner Bros. All rights reserved.


Meine Bewertung:

Dennoch kann ich „Poltergeist“ leider nicht mehr als zwei Sterne geben, da er mich in seiner Gesamtheit ganz einfach nicht überzeugen konnte. 

(2 von 5 Sternen)

Interessantes:

> Im Stream: zurzeit in keiner Flatrate
> bei Wikipedia
> bei Letterboxd
> es gab von „Poltergeist“ noch zwei weitere Teile sowie die bereits erwähnte Neuverfilmung aus dem letzten Jahr (2015)
> der sogenannte Poltergeist-Fluch ist schon irgendwie spooky: 4 Darsteller aus dem ersten und zweiten Film verstarben kurz nach den Dreharbeiten zu dem jeweiligen Film 👀

Frage:

Wie fandet ihr „Poltergeist“ und habt ihr vielleicht schon das neue Remake gesehen?

Mittwoch, 12. Oktober 2016

[Film] Horrorctober #3 - Misery ⭐️⭐️⭐️

© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.


Den Film „Misery“ hatte ich vor einigen Jahren schon einmal angefangen zu sehen als er im Fernsehen lief, musste ihn aber leider unterbrechen. Da ich ihn grundsätzlich spannend fand, stand er nun seit geraumer Zeit auf meiner Watchlist relativ weit oben und ich bin froh, dass ich nun endlich mithilfe des Horrorctobers dazu gekommen bin, ihn vollständig zu sehen.

Der Inhalt:

Buchautor Paul Sheldon hat in den Bergen das Manuskript zu seinem neuesten Roman aus der „Misery“-Serie fertiggestellt und macht auf den Heimweg. Jedoch sind die Straßen dort oben aufgrund schlechter Wetterverhältnisse zugeschneit und rutschig. So kommt es, dass Paul die Kontrolle über seinen Wagen verliert und einen Abhang herunter rollt. Womöglich hätte dieser Unfall sein Ende bedeuten können, wäre ihm nicht Annie Wilkes, die sich selbst als Pauls größter Fan entpuppt, zu Hilfe gekommen. Ist Paul zu Beginn noch erleichtert, dass Annie ihn gefunden und gerettet hat, so merkt er schon bald, dass es seinem größter Fan schwerfällt, ihn wieder gehen zu lassen…

Meine Rezension:

„Misery“ ist durchaus ein recht spannender Thriller bzw. Horrorfilm, welcher auf dem Roman „Sie“ von Stephen King basiert. Der „Horror“ tritt in Film in Form zweier Aspekte auf: auf der einen Seite ist da die ausweglos erscheinende Situation, aus der sich der verletzte Protagonist Paul einfach nicht wieder befreien kann, auf der anderen Seite sorgt auch die Rolle der Annie, gespielt von Kathy Bates, für den einen oder anderen Gänsehaut-Moment. Annie ist sehr unberechenbar und ihre komplette Gefühlswelt kann von einer Sekunde auf die nächste ins Gegenteil umschwenken. An dieser Stelle sei natürlich das großartige Schauspieltalent von Kathy Bates, aber ebenso von James Clan (Paul Sheldon) zu erwähnen, mit dessen Verzweiflung und Schmerz ich an so mancher Stelle mitgefühlt habe. Wie euch aber wahrscheinlich schon aufgefallen ist, habe ich dem Film nur 3 von 5 möglichen Sternen gegeben. Das liegt daran, dass die Kerngeschichte recht einfach aufgebaut ist und sobald man einmal die Funktionsweise von Spannung in diesem Film verstanden hat, wirkt er schon ein bisschen einfältig. Ich hatte das Gefühl, dass sich der Film abgesehen von Anfang und Ende immer wieder im Kreis gedreht hat, was bei mir eben leider zu dieser Abwertung geführt hat.

© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.


© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.

















Meine Bewertung:

Dennoch bin ich der Meinung, dass man „Misery“ durchaus mal gesehen haben kann, besonders aufgrund der soeben erwähnten schauspielerischen Leistungen.

(3 von 5 Sternen)


Interessantes:

Trailer
> Im Stream: bei Watchever in der Flatrate

Montag, 10. Oktober 2016

[Aktuelles] Media Monday #276

Der Media Monday vom Medienjournal, nun bin ich also endlich auch dabei. Heute mein erster kleiner Beitrag, ich hoffe der Lückentext wurde zu eurer Zufriedenheit ausgefüllt 😉

© medienjournal-blog.de. All rights reserved.



1. Horrorfilme im Oktober sind perfekt, gehen aber eigentlich auch sonst immer.

2. Gerade „The Hateful Eight“ oder „The Revenant“ sollte man unbedingt im Kino gesehen haben, denn die wirken auf der großen Leinwand einfach ganz anders. Habe das vor ein paar Monaten auf einem Langstreckenflug gemerkt, da die Filme auf den kleinen Displays ziemlich untergehen.

3. Serien wie „Anger Management“ sind ein klassisches Beispiel, wo mit einem prominenten Namen geworben wird, um nochmal von dessen Medienpräsenz zu profitieren. Besonders schlimm finde ich es aber, wenn nach dem Tod ein bekannten Schauspielers beispielsweise noch einmal alle seine Werke zum Verkauf im Media Markt oder Saturn stehen, dann merkt man irgendwie, dass es nur ums Geld geht.

4. Einen guten Science-Fiction-Film erkennt man daran, dass neben der Effekte beispielsweise auch Kostüme und Kulisse stimmen.

5. Blair Witch Project“ (Rezension) hebt sich angenehm von anderen Found-Footage-Shockern wie beispielsweise „Paranormal Activity“ ab, indem hier noch nicht mal im Ansatz das Wesen gezeigt wird, vor dem man sich fürchtet.

6. Nähme man „300 Worte Deutsch“ für bare Münze, würde dies sicherlich zu Auseinandersetzungen führen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Käse-Avocado-Sandwich gemacht und das war ziemlich gut, weil überraschend lecker. ^^


Weitere Teilnehmer sind:
Corly
Vanessa
bullion
Ingo Schulze
Filmexe
mwj
Velverin1981
Singende Lehrerin
Bette Davis left the bookshop
Jennifer Fuss
Dergestalt
Franzi
Kira Römer

Mittwoch, 5. Oktober 2016

[Film] Blair Witch Project #Horrorctober 2/13 - ⭐️⭐️⭐️⭐️

Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.































Ich gebe zu, ich habe noch nicht wirklich viele Horrorfilme in meinem Leben gesehen (deswegen ja auch der Horrorctober). Trotzdem war „Blair Witch Project“ für mich einer der gruseligsten Filme, die ich jemals gesehen habe.

Der Inhalt:

Die drei Studenten Heather, Josh und Mike haben sich vorgenommen, eine Dokumentation über die sogenannte „Blair Witch“ zu drehen. Dafür müssen sie sich in den Wald von Burkittsville, Maryland (früher: Blair) begeben. Zuvor drehen sie eine Einleitung und befragen die Anwohner nach ihrer Meinung und Geschichten zur Blair Witch. Im Anschluss bereiten sie sich weiter vor, parken ihr Auto im Wald und gehen geradewegs in diesen hinein. Was anfangs wie eine normale Waldwanderung scheint, wird schnell zum Problem. Die einzelnen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen kristallisieren sich hier schnell heraus, und jede Nacht, die die drei in dem Wald verbringen, verstärkt deren psychische Labilität. Es scheint, als ließe der Wald und das, was in ihm lebt, seine Gäste nicht mehr los…

Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.
Blair Witch Project
© 1999 Artisan Entertainment. All rights reserved.



































Meine Rezension:

„Blair Witch Project“ war ein Vorreiter seiner Art. Denn der Film wurde ganz bewusst so inszeniert, dass der Zuschauer sich perfekt in die Situation hineinfühlen kann. Dazu gehört das Offensichtliche, und zwar dass der komplette Film aus zusammengesetztem Material besteht, welches mit Handkamera von den Protagonisten gedreht wurde („Found Footage“). Ebenso gehört aber auch der ganze Aufbau des Films dazu, beispielsweise die Befragung der Anwohner, die auf den Mythos näher eingehen und die Hexe genauer beschreiben. So blöd es auch klingen mag, dies ist der Grund dafür, dass man den ganzen Film lang Angst vor dieser Hexe hat, sie in der dunklen Nacht und sie sogar vor seinen Augen sieht, auch wenn sie niemals im Film wirklich zu sehen ist. Ebenso  unheimlich ist es, wenn die Personen mit dem kleinen Licht an der Kamera den Wald absuchen und man selbst mitsucht, jedes Mal der Meinung, man würde außer der Bäume noch eine andere Gestalt erkennen. Auch der psychische Zustand der drei Hauptakteure verschlechtert sich mit jedem Tag im Wald und die Ausweglosigkeit nimmt zu. Auch dieser psychologische Aspekt des Films kann durchaus verstörend sein. „Blair Witch Project“ wurde vor seinem Erscheinen so promotet, dass daraus nicht klar hervorging, ob es sich bei dem Film um eine wahre Dokumentation oder eine fiktionale Geschichte handelt. Die daraus entstehende Diskussion unter dem Publikum zeigt, wie lebensnah der Film auf den Zuschauer wirkt, wenn auch die Geschichte an sich sehr realitätsfern erscheint.

Meine Bewertung:

In diesem Film hat für mich fast alles gestimmt: die Schauspieler, die Atmosphäre, die Kulissen, die Kameraarbeit und sogar die einzelnen Geräusche. Es ist genial, was man alles mit dem "Drumherum" erreichen kann, ohne auch nur einmal ein Monster oder ähnliches im Film erscheinen zu lassen. Ein perfekter Film für jemanden, der sich diesen Oktober nochmal so richtig gruseln möchte. 😊

(4 von 5 Sternen)

Interessantes:

> morgen startet der 3. Teil Blair Witch zur Reihe in den Kinos (Trailer)
> „Blair Witch Project“ bei Wikipedia
> im Stream: zurzeit bei Amazon, Maxdome und Watchever in der Flatrate

Wer das mag, mag auch…

> Paranormal Activity

Montag, 3. Oktober 2016

[Film] Findet Dorie ⭐️⭐️⭐️

Findet Dorie
© 2016 Disney Pixar. All Rights Reserved.



















Tatsächlich wartete ich nun schon fast drei Jahre darauf, diesen Film zu sehen. Nach und nach beschlich mich jedoch die Angst, dass es sich schlussendlich doch nur um eine Fortsetzung und damit die aufgewärmte Version des erfolgreichen Animationsfilms „Findet Nemo“ handeln würde. Ob und inwiefern dies zutrifft, dazu später mehr.

Der Inhalt:

„Findet Dorie“ setzt zeitlich nach „Findet Nemo“ ein. Dabei begleitet der Zuschauer wieder Nemo, Marlin und Dorie, wobei ein besonderer Fokus auf letzterer liegt, wie der Titel es schon erahnen lässt. Dorie, die sich bis auf einzelne Dinge nichts und niemanden merken kann, erinnert sich eines Tages an bestimmte Bruchstücke aus ihrer Kindheit. Dies zeigt, wie bedeutend diese Erinnerungs-Fetzen sein müssen und somit ist klar, dass sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und Identität, vor allem aber nach ihrer Familie machen muss. Dabei wird sie von Marlin und Nemo begleitet, doch schon bald wird sie von ihren Begleitern getrennt. Es folgt eine abenteuerliche Reise, bei der die drei viele neue Freunde sowie alte Bekannte treffen.


Findet Dorie
© 2016 Disney Pixar. All Rights Reserved.
Findet Dorie
© 2016 Disney Pixar. All Rights Reserved.

Meine Rezension:

Teils lag ich mit meiner Vorahnung richtig, teils konnte der Film positiv überraschen. „Findet Dorie“ ist, wie könnte es bei Pixar auch anders sein, von den Animationen sehr schön, detailreich und farbenfroh. Es werden in dem Film einige neue Figuren eingeleitet, deren Charaktere speziell und jeder für sich einzigartig sind. Insbesondere der Oktopus „Hank“ (oder Septopus?! 😂) hat mir hier besonders gut gefallen. Was ich jedoch kritisieren würde, wäre besonders die Geschichte des Films. Sie wirkt an einigen Stellen doch sehr „abgekupfert“ bzw. läuft an einigen Stellen parallel zum ersten Teil (d.h. Szenen werden direkt übernommen). Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, hier wird besonders auf die Tränendrüse gedrückt, an anderer Stelle wirkte der Humor aufgesetzt und lächerlich.

Meine Bewertung:

Fans von „Findet Nemo“ werden sicherlich auch mit „Findet Dorie“ ihren Spaß haben. Dennoch verrät schon der Titel, dass hier wenig Innovatives folgt und „Findet Dorie“ kann dementsprechend in keinster Weise an den Erfolg von „Findet Nemo“ anknüpfen.

(3 von 5 Sternen)

Interessantes:


Piper
© Jason Deawer / Pixar Animation Studios. All rights reserved.































> der Pixar Kurzfilm Piper, der vor Dorie gezeigt wurde, war wirklich herzerwärmend (ich tippe mal auf Oscar-Nominierung 😉)
> wer Findet Nemo noch nicht gesehen hat, der ist wirklich zu empfehlen!
> Findet Dorie bei Wikipedia
> Findet Dorie im Stream
> Trailer

Samstag, 1. Oktober 2016

[Film] Psycho - #Horrorctober 1/13 - ⭐️⭐️⭐️⭐️

© D.R. All Rights Reserved.
























Der Horrortober hat begonnen und den Auftakt macht bei mir natürlich - wie könnte es auch anders sein :D - „Psycho“ von Alfred Hitchcock. Dieser Film soll symbolisch für meine gesamte Horrorctober-Liste stehen, da ich mich bewusst für (mehr oder weniger) Klassiker entschieden habe, welche zum Teil einen großen Einfluss auf das Horrorgenre hatten. Keinen dieser Filme habe ich zuvor gesehen und war dementsprechend auch sehr gespannt. Mehr zum Thema Horrorctober findet ihr hier: … 

„Psycho“ ist einer DER Horror-Klassiker, die man in seinem Leben mal gesehen haben sollte. Warum? Darauf werde ich in meiner Rezension näher eingehen. Kommen wir jedoch zuerst einmal zum Inhalt des Films.

Der Inhalt:

Marion Crane möchte eigentlich nur ein ganz normales Leben führen, heiraten, Kinder kriegen. Ein scheinbar glücklicher Zufall sorgt dafür, dass sie von ihrem Chef mit 40.000 Dollar in bar zur Bank geschickt wird. Marion sieht hier ihre Chance, die Bedenken ihres Freundes Sam hinsichtlich der finanziellen Lage auszulöschen, packt ihre Koffer und macht sich mit ihrem Wagen auf dem Weg zu ihm. Nach ein paar Strapazen landet sie im Motel von Norman Bates, der ihr einen Unterschlupf für die regnerische Nacht gewährt. Nach dieser Nacht soll nichts mehr so sein, wie es mal war…… :D

Meine Rezension:

Ich war sehr begeistert von dem Film. Auch wenn ich mich nicht ernsthaft gefürchtet oder erschrocken habe, so saß ich doch den ganzen Film lang wie festgewurzelt vor meinem Fernseher, weil „Psycho“ fast von Anfang bis Ende eine durchgehende Spannung hält. Ein bisschen erinnerte der Film mich an einen sehr interessanten und „extrovertierten“ Tatort, auch wenn diese Bezeichnung ihm vielleicht nicht gerecht wird. Man merkt auf jeden Fall, dass Hitchcock sich in seinem Metier gut auskennt und genau weiß, was er tut. Der Kern der Geschichte ist ein solider Thriller-/Horrorplot mit fesseldem Twist. Diese Geschichte wird jedoch vor allem von dem Drumherum dermaßen gut unterstrichen, dass daraus etwas entsteht, was noch heute eine ganz besondere Wirkung hat. So waren beispielsweise der Einsatz von Licht und Schatten, der in einem Schwarz-Weiß-Film meiner Meinung nach noch von viel größerer Bedeutung ist, die Musik und natürlich auch die Schauspieler gut ausgewählt und auf den Film zugeschnitten. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war das Gesamtkonstrukt und die - ich nenne es jetzt einfach mal „gewaltsame“ - Art und Weise, wie mit den einzelnen Figuren im Film umgegangen wird. Man folgt beispielsweise einer Person ganz lange Zeit und baut dementsprechend schon eine persönliche Beziehung zu dieser Person auf, dann wird sie kaltblütig ermordet. Das Gefühl, mit dem man zurückgelassen wird, ist eine Mischung aus Trauer und mütterlichem „Ich-habs-dir-doch-gesagt“. Und da sehe ich auch die eigentlich Kunst des Films, und zwar, in mir solche Gefühle auszulösen. „Psycho“ enthält zudem ein paar klassische Szenen, denen wir in darauffolgenden Folgen immer wieder begegnen, bzw. die weltbekannt sind (an dieser Stelle sei NATÜRLICH erwähnt: die Duschszene!).

© D.R. All Rights Reserved.


































Meine Bewertung:

Definitiv ein Film, den man mal gesehen haben sollte. Besonders der Kontrast zwischen leiser Vorahnung und blutigen Todeszenen gefiel mir gut. Der Zuschauer wird bis zum Ende im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln gelassen, was die Spannung des Films stets aufrecht erhält. Empfehlung meinerseits! :)

(4 von 5 Sternen)

Interessantes:

> bei Letterboxd
> Der Film wurde, wie bereits erwähnt, in diversen Formaten wiederaufgenommen bzw. darauf verwiesen. Interessant hierbei der Wikipedia Artikel, insbesondere die Abschnitte „7 - Referenzen in der Popkultur“ und „13 - Fortsetzungen, TV-Serien und Neuverfilmungen“
> zuletzt erschien die Serie „Bates Motel“, welche die Vorgeschichte zu „Psycho“ in die heutige Zeit transportiert

Kleiner Rundgang mit Hitchcock: