Freitag, 30. September 2016

[Overview] September 2016

Gesehene Filme


© Universal Pictures International Germany GmbH. All Rights Reserved.




















- Room/Raum (2015) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe. "Raum" hat mich tief berührt und hat meiner Meinung nach so ziemlich alles richtig gemacht. Grandiose Schauspieler, tolle Kameraarbeit und emotionale und gleichzeitig nicht aufgesetzt wirkende Dialoge machen diesen Film zu meinem persönlichen diesjährigen Oscar-Favoriten (siehe auch: Oscar 2016 Movies, ranked).

© UFA. All Rights Reserved.

















- Ocean Waves/Flüstern des Meeres (1993) ⭐️⭐️⭐️
Vor kurzem entdeckte ich die Anima-Filme für mich und versuche, nach und nach insbesondere die Filme aus dem Studio Ghibli nachzuholen. In "Ocean Waves" geht es um eine Jungs-Freundschaft, die durch ein Mädchen auf die Probe gestellt wird. Der Film erzählt eine Geschichte, so wie sie jedem von uns auch passieren könnte und dennoch wartet man den ganzen Film lang auf eine Art "Aha"-Moment, der leider nicht eintritt.

© Majestic/Twentieth Century Fox. All Rights Reserved.

























- Coconut Hero (2015) ⭐️⭐️⭐️
"Coconut Hero" könnte ein typischer Coming-of-Age-Film sein, wäre da nicht der Aspekt, dass Mike Tyson kein typischer Teenager ist. Die deutsch-kanadische Filmproduktion erzählt eine Geschichte rund ums Erwachsenwerden, bei der eben nicht alles so läuft, wie man sich das vielleicht vorstellt. Mike hat ganz einfach keinen Bock mehr und möchte seinem Leben vorzeitig ein Ende bereiten. Doch leider klappt in seinem Leben nun mal alles nicht so wie gedacht und so hat er auch dieses Mal Pech. Als dann ein Gehirntumor bei ihm festgestellt wird, scheinen seine Gebete endlich erhört. Doch das Leben hat noch einiges mit ihm vor. Auch wenn mir einige Aspekte dieses Filmes gefielen, wie z.B. dass er sehr unvorhersehbar und überraschend war, so konnte ich persönlich doch keinen richtigen Zugang zu Mike und zum Film insgesamt finden.

© Tobis. All Rights Reserved.


















- Pappa ante Portas (1991) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Dieser Film ist einer meiner "All Time Favourites", "Pappa ante Portas" geht eigentlich immer. Heinrich Lohse, gespielt von Loriot (Vicco von Bülow), geht mehr oder weniger freiwillig vorzeitig in den Ruhestand. Das passt leider seiner Frau Renate so gar nicht, denn aus seiner nett gemeinten Hilfe entsteht meist eher ein Chaos als alles andere. Eine großartige Komödie, die ihresgleichen vergeblich sucht.


© DCM Film Distribution GmbH. All Rights Reserved.

























- 300 Worte Deutsch (2015) ⭐️⭐️⭐️
Die ebenfalls deutsche Komödie "300 Worte Deutsch", die unter anderem schauspielerische Größen wie Christoph Maria Herbst und Nadja Uhl beherbergt, spricht vor allem die aktuellen Diskussionen über Einwanderung und Asyl in Deutschland an und geht mit dem Thema mal eher vorsichtig, mal provokativ um. Es ist dem Film dabei gut gelungen, darüber humoristisch zu sprechen, ohne diskriminierend zu werden. Dennoch hat man bei manchen Szenen das Gefühl, dass mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt wird.


© Tobis Film GmbH & Co. KG. All Rights Reserved.


















- Bad Moms (2016) ⭐️⭐️⭐️
"Bad Moms" ist ein Film, der zurzeit noch in den Kinos läuft. Ich durfte diesen Film im Rahmen der Social Movie Night sehen, ein tolles Event, organisiert von Robert Hofmann. Mila Kunis spielt dabei eine verzweifelte Mutter, die zwei Kinder hat, einen Job und nebenbei noch Kochen, Putzen und zu Eltern-Veranstaltungen gehen soll. Sie ist restlos überfordert und eines Tages erkennt sie, dass sie nicht so weitermachen kann und gibt das "Perfect-Mom"-Image endgültig auf. Tatsächlich folgt dieser Film in seiner Struktur sehr dem Mainstream, dennoch macht er ganz einfach Spaß und man kann mal so richtig abschalten.

© Cartoon Saloon. All Rights Reserved.

























- Song of the Sea/Melodie des Meeres (2014) ⭐️⭐️⭐️
"Song of the Sea" ist ein Animationsfilm, der in der Kategorie "Bester Animationsfilm" den Europäischen Filmpreis 2015 gewann und im gleicher Jahr ebenfalls für den Oscar nominiert war. Er behandelt die Geschichte einer Familie, bei denen ein Tag alles veränderte und der sowohl ein trauriges als auch ein glückliches Schicksal mit sich brachte. Der ganze Film wirkt wie eine moderne Sage oder ein Märchen, was von dem wunderschönen Soundtrack noch unterstrichen wird. Auch der nordische Charakter des Filmes gefiel mir sehr gut, die Animationen waren zudem wirklich wunderschön. Dennoch habe ich dem Film nur 3 Sterne gegeben, weil besonders diese Mischung aus dem modernen Animationsfilm und dem Märchenhaften mir etwas gegensätzlich erschienen. Dennoch würde ich empfehlen, sich über diesen Film eine eigene Meinung zu bilden.

© Paramount Pictures. All Rights Reserved.












- Anomalisa (2015) ⭐️⭐️⭐️⭐️
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© Studiocanal GmbH Filmverleih. All Rights Reserved.

























- Tschick (2016) ⭐️⭐️⭐️⭐️
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Gesehene Serien


© NBC. All Rights Reserved.

















- Alf (1986-1990) ⭐️⭐️⭐️⭐️
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Aktuelles

Ab morgen beginnt der #Horrorctober, an dem ich dieses Jahr auch zum ersten Mal teilnehmen werde. Hier nochmal die Liste der Filme, die ich sehen möchte: http://flogmoviediary.blogspot.de/2016/09/horrorctober-2016.html.

Welche Filme habt ihr diesen Monat gesehen und worauf freut ihr euch schon? Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar! :)

Mittwoch, 28. September 2016

[Serie] Alf - ganze Serie ⭐️⭐️⭐️⭐️


© NBC. All Rights Reserved.

Es gibt solche Serien, die man von Anfang bis Ende à la Binge Watching in einem Rutsch durchschaut und es gibt solche, von denen man immer mal wieder eine Folge schaut. Letzteres muss nicht unbedingt schlechter sein, das liegt ganz einfach daran, dass es keinen festen Erzählstrang gibt und man mit Kenntnis der Grundgeschichte und aller Personen die Folgen auch ziemlich willkürlich und ohne Beachtung der Reihenfolge sehen kann (häufig bei Sitcoms anzutreffen). „Alf“ ist so eine Serie und dementsprechend habe ich auch relativ lange gebraucht, ca. ein halbes Jahr, um die vier Staffeln durchzuschauen.

Mir ist klar, dass sicherlich viele von euch mit „Alf“ überhaupt nichts anfangen können. Mir selbst ging es lange Zeit genauso, bis ich einige Folgen bei RTL Nitro gesehen und mich das erste Mal wirklich darauf eingelassen habe. Dann stellte ich fest, dass die Serie eigentlich ganz schön lustig ist und verliebte mich schnell in das kleine braune Wesen aus dem All. Nachdem ich die komplette DVD-Serienbox geschenkt bekommen hatte, ging es los und als ich heute die allerletzte Folge gesehen habe, wurde ich schon etwas traurig. Ein Glück gibt es noch einen Kinofilm, den ich mir irgendwann im Anschluss mal ansehen kann und werde. 

© NBC. All Rights Reserved.
























Der Inhalt:

In der Serie „Alf“ geht es um einen Außerirdische, der mit seinem Raumschiff auf der Erde landet, nachdem sein Heimatplanet zerstört wurde. Nach seiner Bruchlandung direkt in die Garage der Familie Tanner kommt es zum ersten Zusammentreffen. Die wichtigste Rolle in der Serie spielt hierbei natürlich die Figur Alf selbst: der Außerirdische vom Planeten Melmac, der mit vollem Namen Gordon Shumway heißt, ist von der Einstellung her so viel anders als wir Menschen. Alf ist unkonventionell, rücksichtslos, sturköpfig und voller verrückter Ideen. Er wird von der Familie Tanner (Willie, Kate, Lynn und Brian) aufgenommen und verbreitet dort jede Menge Chaos, denn Alf ist kein „gewöhnlicher Außerirdischer“: er jagt und frisst gerne Katzen, ist aufgrund seiner vielen Mägen niemals satt, schaut gerne Fernsehen und gibt zu wirklich allem seinen Senf dazu.

© NBC. All Rights Reserved.

© NBC. All Rights Reserved.



















































Meine Rezension:

Ich gebe der Serie alles in allem 4 Sterne, meine persönliche Vorliebe für die Filme und Serien der 80er spielt hier sicherlich mit hinein, ist aber bei weitem nicht der einzige Grund für meine positive Bewertung. Ich habe mich die komplette Serie lang sehr unterhalten gefühlt und mir haben ganz einfach die Stimmung sowie die Geschichten gut gefallen. „Alf“ wird für mich definitiv in die Auswahl meiner Lieblings-Comedy-Serien kommen, denn wenn es einem mal nicht so gut geht, fängt sie einen auf und kann für den Moment für Ablenkung sorgen. Obwohl die einzelnen Themen der Folgen zum Teil sehr banal erscheinen, schafft „Alf“ es immer wieder mit viel Gefühl und Humor, dass ich mich kein bisschen langweile. Die letzte Staffel fand ich persönlich etwas schwächer, weil mir vieles daraus schon bekannt vorkam und ich mir lieber komplett neue Geschichte mit neuen Witzen gewünscht hätte. Außerdem endet die letzte Staffel mit einem Cliffhanger, der im Nachhinein nicht mehr aufgelöst werden kann. Ich hoffe, dass an dieser Stelle der entsprechende Kinofilm ein paar Antworten geben kann. Nichtsdestoweniger ist „Alf“ eine Serie, die ich nicht mehr missen möchte.


Meine Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4 von 5 Sternen)
  • Staffel 1: ⭐️⭐️⭐️⭐️     (4 von 5 Sternen)
  • Staffel 2: ⭐️⭐️⭐️⭐️     (4 von 5 Sternen)
  • Staffel 3: ⭐️⭐️⭐️⭐️     (4 von 5 Sternen)
  • Staffel 4: ⭐️⭐️⭐️          (3 von 5 Sternen)

Meine Lieblingsfolge: ?

Bis jetzt habe ich leider noch keine Folge, die ich als Lieblingsfolge beschreiben würde. Ich kann daher lediglich sagen, dass mir viele Folgen der ersten Staffel (wie bei den meisten Serien) mit am besten gefallen haben. Da gäbe es zum Beispiel „Parasit mit Puderquaste“, „Eifersucht mit Noten“, „Eine schöne Bescherung“, „Der Rollentausch“ und die Doppelfolge „Gestatten, mein Name ist Schlegel“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wo kann ich die Serie gucken?
> deutlich günstiger wird es, wenn ihr euch die DVD-Box besorgt (ca. 20€ für die ganze Serie)

Weitere Links:

Wer das mag, mag vielleicht auch…

Montag, 26. September 2016

[Film] Tschick ⭐️⭐️⭐️⭐️

© Studiocanal GmbH Filmverleih. All Rights Reserved.



































Endlich mal wieder ein deutscher Film, auf den ich mich richtig gefreut habe! „Tschick“ habe ich selbst vor einer ganzen Weile mal als Buch gelesen und war nun gespannt, wie Fatih Akin diese tolle Vorlage nach Wolfgang Herrndorf umsetzen würde. Wie ich den Film fand, dazu kommen wir später. Zuerst einmal wie gewohnt eine kurze Zusammenfassung des Plot. 


© Studiocanal GmbH Filmverleih. All Rights Reserved.
























Der Inhalt:


Maik scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher Teenager: er geht jeden Tag zur Schule, fällt nicht doll auf und himmelt insgeheim ein hübsches Mädchen an. Doch nachdem er vor allen Schülern seine Kurzgeschichte über seine eigene, alkoholabhängige Mutter präsentiert, wird er von der anderen als „Psycho“ abgestempelt. Eines Tages taucht dann Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, auf und wird ebenfalls ein Außenseiter, er trinkt, trägt komische Klamotten und wirkt „assi“. Die Ferien beginnen und Maik wird von seinen Eltern zwei Wochen allein zuhause gelassen, doch da steht plötzlich Tschick auf seiner Türmatte. Die beiden beschließen, zu der Party von Tatjana zu gehen, zu der sie als einzige aus der Klasse nicht eingeladen wurden. Es stellt sich heraus, dass sie zusammen viel Spaß haben und kurzerhand machen sie sich mit einem geklauten Wagen auf in die Walachei, einem Ort wo angeblich Tschicks Großvater lebt.

© Studiocanal GmbH Filmverleih. All Rights Reserved.




















Meine Rezension:


„Tschick“ liegt irgendwo zwischen Coming-Of-Age-, Roadtrip- und Feelgood-Movie. Dies zeigt mal wieder, wie wenig sich Filme häufig in eine Schublade stecken lassen. Dies ist jedoch eigentlich auch ziemlich unwichtig, was zählt, ist dass es unheimlich viel Spaß gemacht hat, Tschick im Kino zu sehen. Der Film hat mich total abgeholt, die Musik unterstrich die einzelnen Szenen und die zum Teil noch sehr jungen Schauspieler passten perfekt in ihre Rollen. Auch wenn die kontrastreiche Landschaft zum Teil etwas dick aufgetragen war, so funktionierte es im großen Zusammenhang des Filmes einfach gut. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass durch den Film auch wieder einige Erinnerungen an das Buch kamen. Und bei diesen Erinnerungen fiel mir auf, dass diese den Szenen aus dem Film ähnelten und zum Teil sogar fast identisch waren. Fatih Akin hat es mit seiner Adaption geschafft, das Buch sehr originalgetreu verwirklichen und gleichzeitig eine persönliche Note hinzuzugeben.

© Studiocanal GmbH Filmverleih. All Rights Reserved.
























Meine Bewertung:


Wie man bereits heraushören konnte, bin ich sehr begeistert von dem Film „Tschick“ und gebe ihm dementsprechend 4 von 5 Sternen.


Trailer:




Links:


Offizielle Website

Freitag, 23. September 2016

[Film] Anomalisa ⭐️⭐️⭐️⭐️

© 2015 Paramount Pictures. All Rights Reserved.







Trickfilm = Kinderfilm?

Im Folgenden wiederhole ich eigentlich nur, was die Kollegen von nerdtalk.de immer wieder anmerken: Ein Zeichentrick- oder Animationsfilm ist nicht immer mit einem Kinderfilm gleichzustellen. Ohne Frage überwiegt die Anzahl der Trickfilme, die ebenfalls für Kinder geeignet sind, dennoch gibt es viele Trickfilme, die auch für die Eltern oder andere Erwachsene funktionieren. Manchmal können Kinder auch bestimmte Aspekte der Trickfilme noch gar nicht verstehen, oder diese Filme sprechen die Kinder auf einer und die Erwachsenen auf einer anderen Ebene an. 

Mit Anomalisa gibt es nun sogar einen Trickfilm, der eindeutig nicht für Kinder geeignet ist. Bereits das Cover sieht eher nachdenklich und traurig, weniger fröhlich und bunt aus, die FSK-Einstufung 12 zeigt dies ebenso an. Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so oft Ausdrücke wie „Fick dich“ in einem Film gehört, und dass auch noch komprimiert auf 87 Minuten. Wo kämen wir denn da mit der Sprache unserer Kinder hin?! :D Aber natürlich ist das nicht das einzige Problem, der Film enthält ganz einfach viele Aspekte, die Kinder noch nicht verstehen bzw. mit denen sie sich noch nicht auseinandersetzen können und wollen. Dass solche Klischees nicht einfach nur hingenommen werden, sondern mit „Anomalisa“ auch mal eine Gegenbewegung gestartet wird, das hat mir sehr gefallen.

Der Inhalt:


Der Inhalt des Filmes ist eigentlich relativ schnell zusammengefasst: Michael Stone, Buchautor, fliegt extra für eine Vorlesung für einen Tag nach Cincinnati. Im Großen und Ganzen ist er genervt von den Menschen, die alle nur eine bestimmte Fassade aufrecht erhalten und wünscht sich einfach nur ein bisschen Abwechslung von seinem grauen Alltag. Am Abend vor seiner Lesung kommt es zu einem Treffen zwischen Michael und Emma sowie Lisa, die extra für seine Lesung angereist sind und in demselben Hotel übernachten. Michael empfindet etwas ganz Besonderes für Lisa, die sonst eher das Mauerblümchen ist und es nicht gewohnt ist, dass sich jemand für sie interessiert. Die beiden verbringen die Nacht zusammen in Michaels Hotelzimmer, dann ist an Michael zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

Meine Rezension:


Wie bereits im Vorhergehenden erwähnt, fand ich den Grundgedanken des Filmes toll, einen Trickfilm mal aus einer ganz anderen Perspektive zu erschaffen. „Anomalisa“ ist zu großen Teilen sehr düster und traurig, doch ab dem Zusammentreffen der beiden Hauptcharaktere hingegen auch wieder etwas hoffnungsvoll. Das Cover der DVD wird von einem Zitat aus der Süddeutschen Zeitung geziert, darin heißt es: „Charlie Kaufmans Anomalisa ist ein hinreissend menschlicher Trickfilm“. Dieses Zitat würde ich so unterstreichen, denn obwohl auf den ersten Blick klar ist, dass es sich um „Puppen“ handelt, man die einzelnen Bestandteile genau sehen kann und an einer Stelle im Film sogar direkt damit gearbeitet wird, vergisst man diesen Fakt doch immer wieder. Es könnten genauso gut Schauspieler sein, die diese Rollen spielen würde. Ich denke, dass diese Vermenschlichung, die mein Unterbewusstsein immer wieder vorgenommen hat, von zwei Punkten herrührt. Auf der einen Seite sind alle Figuren sowie deren Umwelt unglaublich detailreich gearbeitet wurden und im Speziellen die kleinen (unauffälligen) Makel lassen sie so menschlich erscheinen. Auf der anderen Seite werden die Emotionen der einzelnen Figuren jeweils von einer sehr menschlichen und natürlichen Mimik und Gestik unterstützt. An der Optik des Filmes kann ich daher nichts kritisieren, jedoch kam meiner Meinung nach bei dem bezaubernden Drumherum die eigentliche Story etwas zu kurz. Auch wenn ich realistische Filme mit nachdenklichem Charakter eigentlich mag, so hätte ich mir an dieser Stelle doch noch etwas mehr Inhalt gewünscht.

Meine Bewertung:


Absolut sehenswert, hat nur leider, wie ich finde, sein Potenzial nicht voll ausgeschöpft.

(4 von 5 Sternen) 

Trailer:




Links:


im Stream
bei letterboxd.de

Wer das mag, mag vielleicht auch...


Mittwoch, 21. September 2016

[Aktuelles] #Horrorctober 2016

© cinecouch.net












Der Oktober steht vor der Tür und die Vorfreude auf herbstliches Wetter, Kastanien sammeln und Tee trinken steigt. Damit scheint dieser Monat optimale Randbedingungen für die Film-Challenge #Horrorctober von CineCouch zu schaffen. Der Oktober ist perfekt, um sich zu Hause schön in eine Decke einzukuscheln und einen Grusel-Streifen nach dem anderen zu sehen, nebenbei vielleicht bereits auf Suche nach einem originellen Kostüm für die anschließende Halloween-Party.

Beim #Horrorctober geht es vor allem darum, das Genre Horror wieder mehr unter die Leute zu bringen und Filme, die vielleicht schon lange auf der Watchlist stehen, endlich mal nachzuholen. Dazu erstellt jeder Teilnehmer eine Liste mit 13 Horror-Filmen, die er oder sie im Oktober Stück für Stück abarbeiten möchte. Parallel werden die Rezensionen zu den gesehenen Filmen auf unterschiedlichen Plattformen geteilt und bei Twitter immer mit dem Hashtag #horrorctober versehen. Eine Liste mit allen Teilnehmern und mehr Informationen zum diesjährigen Horrorctober findet ihr unter: http://cinecouch.net/2016/09/the-ghost-of-horrorctober/.

Meine Liste sieht so aus:

1. Psycho (1960)
2. The Birds - Die Vögel (1963)
3. Jaws - Der weiße Hai (1975)
4. The Fog - Nebel des Grauens (1980)
5. The Shining (1980)
6. The Evil Dead - Tanz der Teufel (1981)
7. Poltergeist (1982)
8. Videodrome (1983)
9. The Fly - Die Fliege (1986)
10. Little Shop of Horrors - Der kleine Horrorladen (1986)
11. Misery (1990)
12. From Dusk Till Dawn (1996)
13. The Blair Witch Project (1999)


Ich habe auch eine Liste bei Letterboxd erstellt, hier werde ich versuchen, immer zeitnah die einzelnen Titel zu kommentieren und mit weiteren Informationen zu versehen.

Montag, 19. September 2016

[Film] Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste ⭐️⭐️
























Wieder mal ein Franchise...


Aufgrund diverser vorangehender Franchises aus der Filmbranche wie z.B. „Twilight“, „Der Hobbit“, „Die Tribute von Panem“ u.v.m. hatte ich eigentlich diesem Teil der Kinowelt schon den Rücken zugedreht, da ich schlichtweg zu oft enttäuscht wurde. Häufig ist der erste Teil der Reihe sowohl technisch als auch inhaltlich gut und macht Vorfreude auf die nächsten Teile. Dann jedoch schwindet die Qualität mit jedem weiteren Teil, der zweite Teil wird noch vom ersten überstrahlt und ist zum Teil auch noch recht gut gelungen, ab Teil 3.1 wird es dann jedoch grausig. Die letzten Teile von „Die Tribute von Panem“ und „Der Hobbit“ beispielsweise haben mich dabei so wenig bewegt, dass ich noch nicht einmal mehr wirklich etwas kritisieren kann, weil bei mir davon ganz einfach nichts hängen geblieben ist. Gut, vielleicht ist an dieser Stelle auch etwas Übertreibung im Spiel, aber fest steht, dass mein Eindruck vor allem von dem Gefühl geprägt wurde, dass es dabei weniger um Story oder die Umsetzung eines Werkes und viel mehr um reines Geld scheffeln ging. Wenn man diese Ahnung einmal hat, kann und möchte man ja nicht einfach die Augen davor wieder verschließen und das zieht aber zwangsläufig auch meine Wertung des einzelnen Films mit nach unten.


In der heutigen Rezension soll es um die Fortsetzung des Filmes „Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth“ gehen, welche den Namen „Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste“ trägt. Den ersten Teil dieser Filmreihe habe ich erst vor kurzem in der Free-TV-Premiere gesehen, als schlichtweg nichts anderes im TV lief. Ich war dann doch ganz angetan von diesem Film, denn er hielt die Spannung sehr lange und mir gefiel die Idee mit dem „Todes“-Labyrinth sowie die Art und Weise, wie der ganze Film erzählt wird, sehr gut. Dadurch, dass man am Anfang wie der Protagonist Thomas nichts weiß, kann man mit ihm zusammen die einem komplett neue Welt erkunden. Außerdem spielt unter anderem Will Poulter die Rolle des Sally großartig, durch den Tod seiner Figur am Ende von Teil 1 sehen wir ihn in Teil 2 leider nicht wieder.


Der Inhalt:


Für alle diejenigen, die mit Maze Runner noch gar nichts anfangen können (was nicht sehr viele seien können ;) ), gibt es hier nochmal ein kurzes Abstract. In Teil 1 von Maze Runner wacht Thomas irgendwo im Nirgendwo auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Eine Gruppe von Jungen empfangen ihn und machen ihm klar, dass sie alle innerhalb eines riesigen Labyrinthes gefangen sind. Das Labyrinth öffnet morgens seine Tore und schließt sie abends wieder. Thomas hört Geschichten von Tötungsmaschinen, die durch das Labyrinth wandern und dass noch nie jemand eine Nacht in eben diesem überlebt hat. Dennoch möchte er unbedingt einen Weg nach draußen finden und es ist wohl kaum ein Spoiler, wenn ich sage, dass ihm dies auch gewissermaßen gelingt (sonst gäbe es ja keine Fortsetzung).

In Teil 2 fühlt sich nun die Gruppe um Thomas sicher, sie wurden von einer Organisation gerettet, erhalten Nahrung, frische Kleidung und warme Betten. Dennoch wird Thomas das komische Gefühl nicht los, das irgendetwas nicht stimmt. Es wird klar, dass in Wirklichkeit die Organisation WCKD dahintersteht, welche auch für das Labyrinth verantwortlich war. Thomas und seinen Freunden gelingt es zu fliehen, doch nicht ohne dass ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Schlussendlich können sie nicht ewig weglaufen, sondern müssen sich der Gefahr stellen und versuchen, sie auszulöschen.

Für mehr Informationen und Eindrücke habe ich euch wieder die Trailer verlinkt, am besten einfach mal reinschauen! :)



Meine Rezension:


Wie oben bereits schon erwähnt, wollte ich eigentlich inzwischen großen Bogen um Film-Franchises wie „Maze Runner“ machen. Leider ist mir nicht so gelungen und mit dem ersten Teil hatten sie mich am Haken :D. Wie dem auch sei, am besten lässt sich meine Kritik an dem Vergleich von Teil 1 zu Teil 2 erkennen. Das, was mir an „Die Auserwählten im Labyrinth“ so gut gefallen hat, und zwar, dass man ganz lange nur einen Schauplatz hat, an dem sich alles abspielt, die Ungewissheit, die Angst, die einen mit den Charakteren mitfühlen lässt, das alles verschwindet in der Fortsetzung fast komplett. An Maze Runner 1 hat mir so gefallen, dass man überlegen musste, „wie würde ich in dieser Situation reagieren - würde ich die sichere Variante wählen, bei der ich jedoch nie mein Recht auf Freiheit ausleben dürfte oder würde ich mein Leben für eine minimale Chance aufs Spiel setzen?“ In Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste kann man hingegen ganz passiv dasitzen und zuschauen, wie Thomas, Teresa und Co. von einem Ort zum nächsten flüchten, auf der Suche nach Schutz und mit dem simplen Versuch, nicht zu sterben. Auch wenn das erst einmal recht spannungsgeladen klingt, mit Explosionen und Quiet-Quiet-Bang alleine ist es nicht getan. Und die Unkreativität des Films beschreibt das, was ich so schade finde: haben wir doch im ersten Teil gesehen, dass es auch anders geht. Die Vorstellung, dass man sich noch nicht mal wirklich viel Mühe gegeben hat, weil der Film spielt ja so oder so gut ein - das ist genau das, warum ich mir eigentlich vorgenommen hatte, keine Franchise-Filme mehr zu sehen. 


Meine Bewertung:


Wer sich "Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste" nicht ansieht, der wird garantiert auch nichts verpassen. Aber gerne eine eigene Meinung bilden!
(2 von 5 Sternen)


Trailer:


zu Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste:






Links:


offizielle Seite des Films
im Stream
bei letterboxd.de