Montag, 30. Mai 2016

[Film] Ant-Man (2015) ⭐️⭐️


Jeder kennt es. Der Erfolg oder Misserfolg eines Films für einen selbst ist sehr abhängig davon, wie wohl man sich währenddessen in seinem Umfeld fühlt. So können Welten dazwischen liegen, je nachdem, ob man zuhause auf der Couch mit den besten Freunden und einer Tüte Popcorn sitzt oder in einem kleinen, vollgefüllten Kinosaal, links neben einem ein Pärchen (entweder knutschend oder redend) und rechts neben einem ein kleiner Junge, der bei jedem Witz so laut auflacht, dass auch nur jeder Anflug von Komik von vornherein verhindert wird. Letzteres war leider bei meinem Besuch von Ant-Man der Fall.

Dementsprechend ist es keine Überraschung, dass der Film bei mir nicht wirklich gut weggekommen ist mit zwei Sternen. Da ich diesen Film nicht wirklich sachlich bewerten konnte, versuchte ich ihm heute mit einer Zweitsichtung noch eine "zweite Chance" zu geben. Das Ergebnis seht ihr im Folgenden, nun aber erst noch einmal eine kurze Zusammenfassung des Inhalts.


Der Inhalt:

Scott Lang, frisch aus dem Gefängnis, möchte sein Leben nun endlich in den Griff bekommen und seiner Karriere als extrem begabter Dieb ein Ende setzen. Um in Zukunft mehr für seine Tochter da zu sein, versucht er, einen normalen Beruf zu finden und auszuüben, was als Ex-Gefangener keine wirklich einfache Sache ist. So muss er schlussendlich doch wieder mit Helfern einen illegalen Job antreten. Nachdem er in das Haus eines alten Mannes eingebrochen und die Safes geknackt hat, findet er dort statt wertvollen Sachen nur einen Anzug. Wie sich herausstellen soll, ist dieser Anzug kein gewöhnlicher Anzug. Derjenige, der darin steckt, kann sich so klein wie eine Ameise machen und dennoch starke Kräfte entwickeln. Der zukünftige Ant-Man ist geboren und muss natürlich auch eine gefährliche Mission antreten. 

Meine Rezension:

Wie sich auch schon an der finalen Sterne-Wertung erkennen lässt, konnte dieser Film auch beim zweiten Mal nicht überzeugen. Sicher gibt es ein paar nette Szenen, aber im Großen und Ganzen fehlt mir doch einiges an dem Film. 

Was ich am meisten kritisieren muss, ist die Tatsache, dass die Idee des Ant-Man an sich großartig ist, nur an der Umsetzung scheitert es. Die Anzahl der Szenen, in denen man die Welt tatsächlich aus der Perspektive von Ant-Man sieht und vor allem die Problematiken, die auf einen Menschen in der Größe einer Ameise zukommen würden, sind doch sehr begrenzt. Stattdessen findet man hier unter anderem noch eine romantische Beziehung und Gastauftritte anderer Superhelden (natürlich überhaupt gar keine Schleichwerbung oder so 😉).

Dazu kommt, dass der Film in vielerlei Hinsicht unheimlich vorhersehbar ist. So weiß man zum Beispiel als durchschnittlicher Superheldenfilm-Konsument schon ab der ersten Minute, wer in dem "Endkampf" der gute und wer der böse Superheld sein wird.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Film sein großes Potenzial (großes Film-Franchise, gute Schauspieler und vor allem ein gutes Konzept für eine sehr spannende Hauptfigur) leider nur geringfügig ausgeschöpft hat.


Meine Bewertung:

Beim ersten Mal war ich sehr enttäuscht, nicht zuletzt, da der Trailer bereits die besten Szenen enthielt und in dem Film zu viel drumherum von der eigentlichen Idee abgelenkt hat. Auch bei der Zweitsichtung hat sich dieser Eindruck leider nicht verändert.

(2 von 5 Sternen)

Trailer:




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