Dienstag, 1. März 2016

[Film] Life Itself (2014) - ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

© Kevin Horan, Courtesy of Sundance Institute. All rights reserved.


Ich habe noch nie bei einer Dokumentation geweint und ich dachte auch nicht, dass das möglich wäre. „Life Itself“ hat mich eines Besseren belehrt.

Der Inhalt:

Der gesamte Film dreht sich um das Leben und Wirken von Filmkritiker Roger Ebert. Auch wenn „Life Itself“ erst kurz vor dem Tod Roger Eberts entstand, so thematisiert er doch auch den Beginn und die Höhepunkte seiner Karriere. Menschen, die mit Ebert zusammengearbeitet und -gelebt haben, erzählen von Ebert als Journalist und Redakteur, als Filmkritiker, aber sie erzählen auch von ihm als Mensch und was ihn persönlich ausmachte. Zudem wird der Film unterstützt durch bestimmte Filmsequenzen und die Kritiken, die Rogers dazu schrieb. Alles in allem bekommt man so ein sehr allumfassendes Bild von Roger Ebert und seiner Umwelt.  

Meine Rezension:

Ich habe mir "Life Itself" im Rahmen meines Netflix Abos angesehen, da er mich einfach mitsamt Story und Cover angesprochen hat. Wie man es womöglich doch an der einen oder anderen Stelle schon herausgehört hat, bin ich ziemlich begeistert von diesem Film. Er hat mich tief berührt, mich immer wieder zum Weinen und zum Lachen gebracht. Bevor ich diesen Film gesehen habe, kannte ich Roger Ebert nicht. Nachdem ich ihn gesehen hatte, bereute ich, Ebert nicht gekannt zu haben. Er muss ein unglaublich inspirierender, freundlicher und stets positiver Mensch gewesen sein, auch wenn er seine Ziele nie aus den Augen verlor.

Vor allem aber zeigte mir die Film, wie stark ein Wille sein kann. Roger Ebert erkrankte 2002 an Schilddrüsenkrebs. Die Ärzte gaben ihn nicht mehr lange zu leben. Ebert konnte nicht sprechen, er konnte nichts essen und nicht trinken. Doch er machte immer weiter, er ließ sich durch nichts davon ablenken, Filme zu sehen, zu bewerten und sein Wissen mit der Welt zu teilen. Er unterstützte die jungen Filmemacher, wo er nur konnte. Besonders bewundernswert ist, dass dieser inzwischen alt gewordene und mit körperlichen Belastungen kämpfende Mann im Inneren immer jung geblieben ist: er war stets neugierig auf die neuen Filme und Ebert verlor nie sein Interesse an neuen Techniken und Medien, nein, er sah sie als Chance an und gab sich nicht auf, was sein Verständnis im Umgang mit den neuen Medien betraf. Im Jahr 2013 starb Roger Ebert, es war ein ruhiger und friedvoller Tod.

Zu guter Letzt muss man jedoch sagen, dass ich diesen Film nicht nur wegen der faszinierenden Persönlichkeit mochte, um den sich der Film hauptsächlich drehte. Ich mochte auch das, was diese Persönlichkeit scheinbar in anderen Menschen auslöste. Bei den Interviews mit den Personen, die Roger Ebert in ihrem Leben begegnet waren, spürte ich selbst eine Art Nostalgie, ohne ihn je zuvor gekannt zu haben.

Meine Bewertung:

„Life Itself“ ist nicht nur eine Biografie, der Film erzählt auch einzelne kleine Geschichten und gibt uns ein paar hilfreiche Weisheiten mit auf den Weg.

(5 von 5 Sternen)

Links:

> Trailer
> wikipedia
> im Stream
> "Roger Ebert"-Webseite (Reviews, Blogs,...)

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