Montag, 30. März 2015

[Film] Les Misérables (2012) - ⭐️⭐️⭐️⭐️

© 2012 - Universal Pictures. All rights reserved.


Endlich habe ich es geschafft, mir diesen Film anzusehen, der es sich inzwischen auf meiner Watchlist schon richtig gemütliche gemacht hat. Ich habe ihn mir schon zweimal aus der Bibliothek ausgeliehen und dann doch wieder zurückgebracht, doch dieses Mal habe ich mich endlich dazu „durchgerungen“ ;) Ein entscheidender und vielleicht sogar der ausschlaggebende Faktor könnte darin gelegen haben, dass Eddie Redmayne, der ja in diesem Film eine nicht unbedeutende Rolle spielt, jüngst mit dem Oscar als Bester Hauptdarsteller in dem Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ausgezeichnet wurde.

Nun kann ich sagen, dass ich es ganz und gar nicht bereue, „Les Misérables“ gesehen zu haben, da es ein gelungener und durchaus sehenswerter Film ist.

Der Inhalt:

In „Les Misérables“ folgen wir einem Protagonisten den ganzen Film hindurch, er bildet sozusagen den „Rahmen“ des Films. Er spielt sofort am Anfang der Geschichte eine Rolle und wir verfolgen ihn bis zum Ende des Films. Im Endeffekt ist die Geschichte die dort erzählt wird die Geschichte seines Lebens. Aber natürlich ist das Ganze wie jeder gute Film deutlich vielschichtiger aufgebaut. Mindestens genauso wichtig ist schließlich die Bedeutung von Revolution in dieser Geschichte. Der Film zeigt viel Trauer, Elend, Tod und Leid. Aber ebenso weist er auch auf die Liebe hin, was die Liebe überwinden und erreichen kann und wie viel Liebe ein Mensch in sich trägt. Es geht um das Leben und den Tod, was ein Leben für den Einzelnen bedeutet und welche Bedeutung es für die ganze Nation hat. Opfere ich mein Leben für eine bessere Zukunft oder lebe ich mein Leben in einer schlechten Gegenwart? Es geht um Gott und dass er den einzelnen Menschen vergibt, aber es wird auch thematisiert wie diese Menschen auf unterschiedliche Weise damit umgehen.

© 2012 - Universal Pictures. All rights reserved.

© 2012 - Universal Pictures. All rights reserved.


Meine Rezension:

Gerade für diejenigen, die diese Geschichte noch nicht kennen, die noch nicht in dem Musical waren (so wie ich), ist dieser Film ein mitreißendes Erlebnis. Da ich hier gerade das Musical angesprochen habe, muss natürlich auch festgehalten werden, dass sich dieses Musical schon jahrelang hält, es sich am Broadway durchgesetzt hat und dadurch bereits einen gewissen Status genießt. Jetzt kann man sich das Spektakel auch bequem per BluRay/DVD oder Video on Demand nach Hause holen.

Überrascht hat mich, dass in diesem Film tatsächlich fast ausschließlich gesungen wird. Hier könnte man sich natürlich die Frage stellen, ob wirklich jeder Schauspieler auch zum Mikrofon greifen sollte :) Was aber in jedem Fall gut klappt, das sind die Übergänge von Singen und Schauspielerei – die Bereiche arbeiten gut miteinander und sind nicht wie sonst voneinander getrennt. Dadurch, dass alles gesungen wird, wird der Inhalt im besten Falle nochmals von Gesang und Musik unterstützt. So sieht man die Emotionen der Schauspieler und hört gleichzeitig die passende Musik.

Die Kamera wurde gut eingesetzt, es wurde mit Perspektiven gearbeitet, die es dem Zuschauer ermöglichten, sich besonders gut in die Figuren hineinzuversetzen, im Speziellen bei den Monologen (Face-To-Face).

© 2012 - Universal Pictures. All rights reserved.


Meine Bewertung:

Alles in allem also eine klare Empfehlung meinerseits: Schaut ihn euch an! :D Und schreibt mir doch vielleicht in die Kommentare, wie ihr ihn fandet. Ich würde mich freuen, von euch zu hören!

(4 von 5 Sternen)

Links:

> Trailer
> Wikipedia
> im Stream

Montag, 2. März 2015

[Film] Taffe Mädels (2013) - ⭐️⭐️

© 2013 - Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.


Handlung:

FBI-Agentin Sarah Ashburn (Sandra Bullock) ist gezwungen, mit der Polizistin Shannon Mullins (Melissa McCarthy) einsam in Boston einen Fall zu bearbeiten, um endlich ihre Beförderung zu erhalten. Denn nur zu zweit können sie den Drogenboss Larkin schnappen. Jedoch ausstehen können sich die beiden auf den Tod nicht, eine berufliche Zusammenarbeit wird dennoch von ihnen erwartet und sie sind vom jeweils anderen abhängig, nur zusammen haben sie die notwendigen Voraussetzungen, um den Fall zu lösen. Nach anfänglich Startschwierigkeiten und vielleicht auch ein, zwei Drinks heben sich die Gemüter, Ashburn und Mullins sind jetzt ein Team. Nichts kann sie mehr stoppen.

Meine Rezension:

Die Handlung ist uns nur allzu bekannt, "Taffe Mädels" knüpft an die typischen Buddy-Komödien an. Was an sich gar nicht so schlimm wäre, würde er diese Handlung weiterdenken und innovative Einfälle einbauen. Denn der Gedanke des Films scheint ja der zu sein, mithilfe der beiden weiblichen Cops aus den bekannten Mustern einer solchen Buddy-Komödie auszubrechen, nur leider gelingt ihm das überhaupt nicht. Er übernimmt nur, bringt aber keine neuen Ideen hervor.

Diese Komödie bereichert sich auch bei den Gags eher altbekannter Running Gags der Filmindustrie (wobei die teilweise tatsächlich noch eine gewisse Komik haben, da man genau das eintritt, womit man gerechnet hat; es wird also kurz davor eine Erwartungshaltung geschaffen, die anschließend in übertriebenem Maße erfüllt wird), aber natürlich finden wir auch sehr viele, einfach nur flache Witze vor (das kommt dann ganz auf den Geschmack an, ob es den eigenen Humor trifft). Dazu muss man sagen, dass ich den Film in der deutschen Version gesehen habe, es ist natürlich gut möglich, dass einige Wortwitze etc. hier ganz verloren gehen.

Natürlich ist "Taffe Mädels" kein Überflieger in Sachen Filmkunst, das lässt sich relativ schnell erkennen.

Die schauspielerische Leistung ist okay, aber nicht überragend, was natürlich auch daran liegen könnte, dass eine solche überragende Leistung im Rahmen dieses Filmes einfach gar nicht möglich gewesen wäre. Allgemein muss ich sagen, dass ich Melissa McCarthy sehr mag, sie wertet auch diesen Film für mich wieder etwas auf und macht ihn sehenswert.

© 2013 - Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

© 2013 - Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.


Fazit:

Leider überrascht der Film "Taffe Mädels" in keiner Weise und ist so Mainstream, dass er wohl kaum einen starken Eindruck macht oder einem lange im Gedächtnis bleibt, dennoch liefert er zum Schluss eine bodenständige Komödie, die sicherlich für einen verregneten Nachmittag genau das Richtige ist.

(2 von 5 Sternen)

Links:

> im Stream

Würde mich sehr über eure Meinungen freuen, schreibt doch mal einen Kommentar :)